Die letzten Wochen der Holz-Schlange
Ein Rückblick auf ihre stille Transformation – und warum dieser Übergang zählt, bevor das Feuer-Pferd beginnt
Wir befinden uns in den letzten Wochen eines besonderen Tierkreisjahres:
dem Jahr der Holz-Schlange, das Anfang Februar endet.
Es war kein lautes Jahr.
Keines, das mit kraftvollen Durchbrüchen oder schnellen Entscheidungen auf sich aufmerksam machte.
Die Schlange wirkt anders. Sie arbeitet unter der Oberfläche – still, sehend, wahrnehmend.
Für viele fühlte sich dieses Jahr an wie eine innere Neusortierung.
Nicht abrupt, nicht spektakulär, sondern subtil, aber klar.
Die Holz-Schlange hat uns eingeladen, Schichten abzulegen, die längst zu eng waren –
und zu erkennen, was wir nicht mehr mit in die Zukunft nehmen wollen.
Die Energie der Holz-Schlange: ein Jahr der Häutung
Die Schlange ist ein Tier, das Veränderungen nicht mit Gewalt herbeiführt,
sondern durch Bewusstwerden.
Sie zeigt, wo etwas nicht mehr passt, wo wir uns selbst überholt haben,
wo wir uns verfangen haben oder wo wir noch an alten Mustern kleben.
In Kombination mit der Holz-Qualität war dies ein Jahr, das sich so angefühlt haben könnte wie:
ein langsames Ausrichten auf das, was für dich stimmig wird
ein Abschied von Rollen, Gedanken oder Beziehungen, die zu eng geworden sind
ein klarer Blick auf Dinge, die vorher im Schatten lagen
ein tiefes, inneres Sortieren
ein Bedürfnis nach Wahrheit, Ehrlichkeit und Konsequenz
ein feines Spüren dafür, was sich häuten möchte – und was bleiben darf
Die Holz-Schlange zwingt uns nicht.
Sie führt uns – in die Tiefe, in die Klarheit, in das bewusste Ablegen dessen,
was nicht mehr Teil unseres Jetzt ist.
Warum die letzten Wochen bis Februar entscheidend sind
Die Schlange verabschiedet sich nicht sprunghaft.
Sie zieht sich zurück – leise, prüfend, in ihrer eigenen Logik.
Und genau diese Phase ist wichtig.
Wir stehen in einer Zeit, die uns einlädt:
halbfertige Häutungen zu beenden
innere Entscheidungen klar zu machen
Altes bewusst abzustreifen
zu sortieren, was wir mitnehmen möchten – und was nicht
Übergänge nicht zu übergehen, sondern zu vollziehen
Es geht nicht darum, alles noch schnell „richtig“ zu machen.
Es geht darum, das abzurunden, was dieses Jahr bereits begonnen hat.
Denn das Tier, das auf die Schlange folgt, bringt eine völlig andere Energie.
Das kommende Jahr: das Feuer-Pferd steht bereit
Ab Februar beginnt das Jahr des Feuer-Pferdes –
und mit ihm eine Kraft, die nicht leise ist.
Das Pferd ist:
schnell
direkt
ehrgeizig
ungeduldig
freiheitsliebend
expansiv
impulsiv
nicht rückwärtsgewandt
Es rennt.
Es entscheidet in Bewegung.
Es will nach vorn.
Und genau deshalb ist es so wichtig, dass wir die letzten Wochen der Schlange nicht einfach „verstreichen“ lassen.
Was wir in dieser Zeit nicht bewusst klären,
nimmt das Pferd im Galopp mit –
oft schneller, drastischer oder unkontrollierter, als uns lieb ist.
Die Schlange ordnet.
Das Pferd beschleunigt.
Wenn wir also mit halber Häutung hineingehen,
kann das kommende Jahr sich unruhiger oder chaotischer anfühlen.
Wenn wir bewusst abschließen,
startet das Pferd kraftvoll, frei und mit uns – nicht gegen uns.
Eine Einladung an dich
Du musst nichts Großes ändern.
Du musst nichts erzwingen.
Aber du darfst:
ehrlich hinschauen
etwas beenden, das schon längst abgeschlossen gehört
innere Knoten lösen
Übergänge bewusst wahrnehmen
dich von etwas verabschieden, das dich einschränkt
loslassen, was du nicht mit ins neue Jahr tragen möchtest
Diese Wochen sind keine Nebensaison.
Sie sind ein bewusster Übergang.
Die Schlange wirkt noch –
und gerade jetzt am stärksten.
Je klarer wir in diesen letzten Wochen werden,
desto freier kann das Feuer-Pferd im kommenden Jahr losgaloppieren.
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